Papiermühle in Kirchhain wird renoviert

Arbeitskreis Dörfliche Kultur will Pfingstmontag Elisabeth-Ausstellung eröffnen

Kirchhain. Pünktlich zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag, 28. Mai, soll sich die Papiermühle in Kirchhain, An der Wohra 4, mit frisch renovierten Innenräumen den Besuchern zeigen. "Elisabeths Rosen sind Brot für alle Welten" lautet das Leitthema, das sich während der kommenden Wochen durch die Veranstaltungen zieht, die der Arbeitskreis Dörfliche Kultur (ADK) in dem Kirchhainer Mühlengebäude zum Elisabethjahr 2007 plant. Zurzeit sind noch Handwerker und Ehrenamtliche aktiv, um das Innere der Mühle zu sanieren.

 

Während des Elisabethjahres 2007 wird es in der Papiermühle Kirchhain mehrere Schwerpunktveranstaltungen des Arbeitskreises Dörfliche Kultur geben.
Fotos: Völker

 
Kräftig renoviert werden zurzeit die Räume der Papiermühle Kirchhain; die Räume, in denen ab Pfingstmontag die Elisabethausstellung des Arbeitskreises Dörfliche Kultur gezeigt werden soll. Das Foto zeigt Mitglieder des ADK-Vorstandes mit Erna Messik (rechts) bei der Arbeit.

Ursprünglich mit zwei Mahlgängen und einem Schlaggang ausstattet, war die im 17. Jahrhundert erwähnte "Neue Mühle" an der Wohra 1788 zur Papiermühle umgerüstet worden. 1945 brannte das Gebäude nieder, nach dem Wiederaufbau wurde noch einmal 21 Jahre weiter produziert, bevor die Mühle in das Eigentum der Stadt Kirchhain kam und zeitweilig als Jugendhaus genutzt wurde. Davon zeugen heute noch die Graffiti an der Außenwand. Der ADK übernahm 2002 die Nutzung des Gebäudes für kulturelle und umweltkritische Veranstaltungen.

Mitglieder des ADK vor der mit Graffiti bemalten Außenwand der Papiermühle Kirchhain.

Während die Stadt Kirchhain für die äußere Instandhaltung des Mühlengebäudes zuständig ist, hat der Arbeitskreis Dörfliche Kultur die Sorge für die Innenausstattung übernommen. In Absprache mit dem Magistrat werden dort zur Zeit Fußböden mit Holz neu belegt, Toiletten eingebaut, Küche, Fenster und Haustür neu eingerichtet, Sandsteinwände freigelegt und andere Wände mit Lehmputz versehen. Insgesamt 90000 Euro sind dafür veranschlagt, wovon die eine Hälfte aus dem LEADER-Programm der EU bestritten wird, die andere Hälfte vom Verein selbst aufgebracht werden muss.

"Wir finanzieren damit eine Renovierung, die mehr leistet als eine bloße Schönheitsreparatur", sagte Erna Messik (Kirchhain), ADK-Vorsitzende. Sie ist froh darüber, dass sich die Räume nun einladend bei Veranstaltungen präsentieren und dass im ersten Stock der Mühle die vielen Bildtafeln und Materialien für Ausstellungen gelagert werden können, die früher in angemieteten Räumen dezentral untergebracht waren. Vorbereitet wird zurzeit die große Elisabethausstellung, die am Mühlentag in Kirchhain eröffnet werden soll.

In Zusammenarbeit mit der Elisabethschule Marburg und dem dortigen Weltladen eröffnet der ADK die Elisabethausstellung am 28. Mai um 12 Uhr. Besucher können auf Anfrage ab Schweinsberg mit der Pferdekutsche zur Papiermühle Kirchhain gelangen (T. 06429/1593).

Von der Marburger Künstlerin Irmgard Bott stammeln die Tafeln der Elisabeth-Ausstellung, die ADK-Vorsitzende Erna Messik (im Bild) derzeit in der Papiermühle vorbereitet.

 
Die Mühlenarbeit des ADK
Mühlenstandorte Ohm

zur Inhaltsübersicht